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"...typisch?" - Eine ästhetische Feldforschung im Jahr 2012
Fragen und Antworten zum BildFeld "...typisch?" in Bremerhaven

"Heute, am 14. Mai 2012, wurde mein BildFeld über Bremerhaven dem Rektor der dortigen Hochschule übergeben. Im Haus-T zeigt dieses 6x4qm große Wandbild mit rund 400 Einzelbildern "typische" Motive der maritim geprägten Stadt.

Wie es zu dieser ästhetischen Feldforschung im Rahmen eines Kunstprojektes kam und welche Fragen mir im Verlauf meines Wilke-Stipendiums gestellt wurden, habe ich fortlaufend notiert und nachfolgend beantwortet." MW - Bremen 14.5.2012

Der Wilke-Verein für Kunstförderung in Bremerhaven hatte mich zu einem Stipendium im September/Oktober 2011 eingeladen. Zwei Monate lang wohnte ich im historischen Atelier, das sich der Bremerhavener Genremaler Paul Ernst Wilke (1894-1971) im Jahr 1948 in der Deichstrasse Am Alten Fährhafen gebaut hatte.

Das weiß-blaue Atelierhaus liegt direkt am alten Hafenbecken, wenige Meter von der Mündung des Geesteflusses in die Weser entfernt und wird Künstlern zur Verfügung gestellt, um im Rahmen des Stipendiums als Ort der Inspiration zu wirken.

Als ich im Dezember 2010 die Zusage für dieses Stipendium erhielt, bin ich an einem verschneiten Sonntag im Januar 2011 von Bremen aus losgefahren, um die Stadt Bremerhaven und das Atelier in dieser ganz ungewöhnlichen Ansicht zu erleben. Natürlich hatte ich meine Nikon-Kamera dabei und habe diese seltene Ansicht der Stadt unter dem frischen Schnee fotografiert.

Während des Fotografierens kam mir die Idee, mich während meines Aufenthalts im Atelier mit der Stadt Bremerhaven zu beschäftigen und sie zum Thema meiner ästhetischen Forschung zu machen.

Ich hätte innerhalb der zwei Stipendiatsmonate fotografieren können, dann wäre das Ganze eine Aktion geworden. Aber ich fand die Idee spannender, das Ergebnis meiner Arbeit im Atelier auszustellen, um Menschen einzuladen und mit ihnen über ihre Stadt zu sprechen. Welche Ansichten stehen "typisch" für Bremerhaven? Sind es die Totalen oder die Details? Sind es die Architekturen, die Objekte, die Atmosphären oder gar die Menschen?

So habe ich ab Januar 2011 über viele Monate hinweg, immer wieder in der Stadt fotografiert und Zug um Zug ein Bildarchiv angelegt -
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Michael Weisser – © 2012
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