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BILDFELDERN

Pigment-InkJets gedruckt auf Leinwand , Auflage 3 signierte, nummerierte Exemplare.

RAPANUI
mata ki te rangi
(das auge, das gegen den himmel schaut)

der deutsche künstler michael weisser hat sakrale malerei studiert und diese handwerklichen grundlagen in der experimentellen malerei umgesetzt. gegensätze ziehen sich an. kontraste faszinieren diesen künstler bis heute, und so ist es nicht verwunderlich, dass er erfolgreich auf der grenze zwischen der alten analogen und der neuen digitalen welt arbeitet.

nach seinem studium experimentierte weisser im bereich multi-media mit der verbindung von bildern und klängen. als fotograf und produzent verschiedener musikformationen schuf er klangräume im theater des bonn-center, im sendesaal des österreichischen fernsehens in linz, in den grossen planetarien von bochum und stuttgart und in der unteren halle des rathauses in bremen.

für michael weisser ist kunst nie dekoration gewesen, sondern eine handlungsform, um sich erlebnissen auszusetzen, um neues zu entdecken, um kommunikation zu stiften und mit ästhetischen mitteln erkenntnisse über das leben zu gewinnen.

mit dem neuen medium der digitalen fotografie betreibt weisser eine künstlerische feld-forschung, bei der er atmosphären, orte und architekturen im detail erfasst und diese details zu quadratmetergrossen bild-feldern arrangiert. so entstehen manchmal rauschende, manchmal ornamental wirkende bilder, die den "spirit" des jeweiligen themas ausdrücken.

die 33 bilder dieser ausstellung sind eine auswahl von rund 300 motiven, die michael weisser auf der osterinsel aufgenommen hat. diese bilder zeigen details dieser spannenden insel am ende der welt, die durch ihre moais und ahus zu einem mystischen ort wurde. sie sind nicht nur künstlerische statements, sondern ihrerseits wieder das ausgangsmaterial für großformatige ornamentale bildfelder, an denen der künstler seit einigen jahren arbeitet - ein gewaltiges projekt, das bis heute nicht abgeschlossen ist, wie die zahllosen ungeklärten fragen und die vielen unfertigen moais im stein dieser insel.

F.H.