Zurück

"Die brave Helene" -
mehr

Ausstellung "Sehnsuchtsorte"
Ostfriesisches Landesmuseum Emden - Pelzerhäuser
Malerei-Zeichnung-Fotografie-Video und Textinstallationen
Bremer Künstler und Bestand des Ostfriesischen Landesmuseums
12. September bis 28. November 2010
Pelzerhäuser 11+12 - Emden

Vernissage am Sonntag, 12. Sepotemnber 2010
Einführung: Carsten Ahrens (Direktor Museum für moderne Kunst Weserburg)
Kuratiert von Marikke Heinz-Hoek

Michael Weisser zeigt in seinem Feldforschungs-Projekt „Die brave Helene“ einen besonders energetischen Sehn-Suchts-Ort in Bremen, nämlich das Bremer Bordell „Helenenstrasse“, das auf die „Kaserne für Prostituierte“ aus dem Jahr 1878 zurückgeht. Die Gestaltung der Zimmer (Schotten) spielt in Einrichtung, Farbgebung, Accessoires und Funktionalität auf den Sehnsuchts-Saiten von biederer Bürgerlichkeit und kindlicher Unschuld bis zur Sucht nach Fetisch und Verruchtheit.

„Meine Methode ist die ästhetische Feldforschung in den Medien Bild, Text und Klang auf der Grenze von analoger und digitaler Datenverarbeitung. Die Ergebnisse dieser Form von „ResearchArt“ werden in raumbezogenen Installationen präsentiert.“ MW







Titel: "Die brave Helene"
Technik: Digitale Fotografie, 7-farbiger Pigmentprint
Entstehungsjahr: 2006
Maße: 30x40cm unter Museumspassepartout im Glasrahmen
VK-Preis: 11er-Sequenz 1.500E,  Einzeln je 190E, inclusive Rahmen

Die Helenenstrasse im Bremer Ortsteil Steintor gelegen, wurde vom Bauunternehmer Carl Philip Weiland zwischen den Straßen Steintor und Auf den Kuhlen im Stil der Bremer Bürgerhäuser bebaut. Da ihm durch die Eigentümerin Helene Engelken der Verkauf eines Grundstücks veweigert wurde, konnte die Strasse nur als Sackgasse angelegt werden.

Durch einen Erlaß des Bremer Senats im Jahr 1878 wurde die Helenenstrasse als "Kaserne für Prostituierte" ausgewiesen. Die "Helene" sollte in dieser Form die öffentliche Ordnung und Gesundheit gewährleisten.

Während des zweiten Weltkrieges wurden die Gebäude der Strasse erheblich beschädigt und bis heute nur teilweise wieder aufgebaut.

Die bungalowartigen Reihenhäuser sind durch ein Souterrain und ein Hochparterre geprägt. In diesen "Schotten" haben sich die

Im Jahr 2006 gelang MW erstmals eine fotografische Erfassung der Schotten von außen und von innen, sowie die Dokumentation von inszeniertem Interieur aus dem Arbeitsbereich.

© www.MikeWeisser.de

Bremen 2010

zum Anfang der Seite