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"Pie Jesu"- Glaube durch Liebe in Hoffnung...


Das welterste Parament in Form eines i:Codes entsteht im Verlauf des Jahres 2016 in der renommierten Werkstatt des Kosters St. Marienberg in Helmstedt.

Bei Paramenten handelt es sich um textile Sakralkunst, die zur Ausschmückung von Kirchenräumen und innerhalb der Liturgie Verwendung findet. Die Kunst des Paraments wurde bereits seit dem 13. Jahrhundert ausgeübt. Als Kompetenzzentrum hat sich die Paramentenwerkstatt des Klosters St. Marienberg entwickelt, die im Jahr 1862 von Charlottte von Veltheim, der damaligen Domina des Klosters zusammen mit Gräfin Anna von der Schulenburg eingerichtet wurde.

Gemäß dem Leitspruch „Altes bewahren - Neues schaffen“ hat die  heutige Domina des Klosters St. Marienberg, Mechthild von Veltheim, den Bremer Künstler Michael Weisser beauftragt, ein neues Zeichen zu entwickelt, das für das digitale Zeitalter steht und Tradition mit Fortschritt verbindet.

Übergabe des i:Code-Bildes „PieJesu“ am 9. März 2016
im Kloster St. Marienberg in Helmstedt.
Von links nach rechts: Ute Sauerbrey (Werkstattleiterin), Roswitha Karrer-Pollak (Handstickerin), Michael Weisser (Künstler), Mechthild von Veltheim (Domina des Klosters).

Seit 2007 experimentiert Weisser mit der Ästhetik des QR-Code. Für das Kloster St. Marienberg hat er ein 100x100cm großes Werk geschaffen, das als Altarbild gedacht ist und gleichzeitig einen überraschenden Hintergrund eröffnet. Wer den Code im Bild scannt, hört ein acapella-gesungenes „PieJesu“ und erhält Informationen zum Kloster und zur Paramentik.

Dieses, in aktueller digitaler Farbpigmenttechnik auf Leinen gedruckte und auf Holzrahmen aufgezogene Tafelbild wird in der Paramentenwerkstatt in der traditionellen Technik der Klosterstickerei zu einem textilen Altarschmuck umgesetzt.

In den Faben der evangelisch-luherischen Lihurgie
entstand eine digitale Ordnung, die dem analogen Chaos entsteigt. Dabei steht weiß symbolisch für das Licht und für die Wahrheit Gottes und rot für die Farbe des Blutes Christi.

Das Kloster:

Als Augustiner Chorfrauenstift, 1176 vom Abt zu Werden und Helmstedt gegründet, steht das Kloster St. Marienberg in Helmstedt heute im Eigentum des Braunschweigischen Vereinigten Kloster- und Studienfonds. 

Die Kirche des Klosters St. Marienberg ist eine romanische kreuzförmige Pfeilerbasilika mit einer flachen Holzbalkendecke. Die ursprünglich halbrunde Apsis wurde durch einen Hochchor im gotischen Stil erweitert. Fast das gesamte Gebäude wird von einem Rundbogenfries unter dem Hauptgesims umzogen. 

Mit der Reformation verblasste der Glanz des Klosters. Es kam unter weltliche Verwaltung. 

Im Jahr 1754 erhielt die Familie von Veltheim durch Herzog Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel das verbriefte Recht auf das Amt der weiblichen Domina als Klosterleitung.  

Erst mit Domina Charlotte von Veltheim, die 1862 in das Kloster zog und die bauliche Situation wieder herstellte, wurde das Kloster mit einem evangelisch-lutherischen Konvent belebt, der 1984 jedoch ausstarb.

Seit 1989 ist wieder ein Konvent im Kloster St. Marienberg ansässig, der die Tradition der Paramentenwerkstatt seiner Gründerin Charlotte von Veltheim wieder aufnahm und bis heute erfolgreich führt. 

Der heute bekannte Farbkanon der liturgischen Farben Weiß, Rot, Grün und Violett wurde bereits unter Papst Innozenz III. im 12. Jahrhundert für die christliche Kirche geltend festgelegt. 

Als Erneuerer der evangelischen Paramentik gilt Pfarrer Wilhelm Löhe. Seine Schrift „Vom Schmuck der heiligen Orte“, ließ 1858 den Plan in ihm reifen, einen Paramentenverein zu gründen. In der Folgezeit entwickelte sich das Kloster St. Marienberg unter Domina Charlotte von Veltheim und Gräfin Anna von der Schulenburg zu einem wichtigen Zentrum für die Neubegründung und Weiterentwicklung der evangelischen Paramentik.  

In der Schatzkammer des Klosters werden kostbare mittelalterliche Textilien - das älteste aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts - gezeigt. Die beeindruckende Sammlung zeichnet sich durch einen guten Überblick über die Vielfalt von Darstellung, Material und Technik aus.

Die von Veltheim-Stiftung ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts und hat Ihren Sitz in der Stadt Helmstedt. Sie ist als kirchliche Stiftung anerkannt.  Zweck der Stiftung ist u.a. die Förderung der Paramentenarbeit durch Beratung kirchlicher Rechtsträger und anderer Personen, sowie die Förderung der Ausschmückung kirchlicher und anderer Räume durch Herstellung und Erhaltung von Textilien.

Download PARAMENT.pdf: DOWNLOAD

www.parament.de

www.amoibo.de



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