Zurück


STATEMENTS
zur künstlerischen Arbeit von Michael Weisser (1974-2010)
aus Katalogen, Rezensionen, Reden – ZKM [InventarNr. 0411]



"Gibt es eine Verbindung zwischen den unterschiedlichen Bereichen Kunst und Wissenschaft? Und wenn ja, worin liegt sie? Diese grundsätzliche Frage stellt sich der Bremer Medienkünstler Michael Weisser auch in seiner neuesten Ästhetischen Feldforschung, die er als eine Hommage an den „Alsion-Campus“ gegenüber der Altstadt von Sønderborg am Alssund in der Nähe der Flensburger Förde versteht.
Der QR-Code ist Weissers spezielles Thema für den „Alsion-Campus“, denn der QR-Code bietet ein eigenständiges Bild, das sich vielfältig gestalten lässt und er bietet zugleich Ereignisse, die hinter dem Bild verborgen liegen, die erst mit dem Smartphone und einer speziellen App offenbart und angeeignet werden können.
Der technische QR-Code wird von Michael Weisser bis an die Grenzen seiner Lesbarkeit gebracht und zu synthetischen Organismen gestaltet, die technische Schaltungen mit biologischen Strukturen zu neuen Lebensformen , den „i:Codes“ verbinden."
Prof. Dr. Horst-Günter Rubahn, Mads Clausen Institut, Sønderborg / Dänemark 2014

"Er entwickelt eigene QR-Codes in schwarz/weiß und verändert diese farbig bis an die Grenzen ihrer Lesbarkeit. Experimentiert wird mit den Pixeln, den kleinsten Einheiten des digitalen Bildes.
Weisser nutzt den Code, der im Bild erscheint, um über das Bild hinaus zu gelangen, indem die Medien Bild, Klang und Wort vernetzt werden. Das Gesamtwerk vermittelt Analoges und Digitales. Auf der Oberfläche optisches Rauschen, auf der Unterfläche klingende Musik!"
Prof. Dr. Frieder Nake, Universität Bremen (Informatik) & Hochschule für Künste Bremen (Digitale Medien) 2014

"Er gilt als Visionär, der die Ästhetik der neuen, digitalen Medien ergründet - nicht umsonst ist sein künstlerisches Werk im Sammlungsbestand des ZKM Karlsruhe erfasst. Michael Weisser hat sakrale und experimentelle Malerei, sowie Grafik und Fotografie in Köln studiert. Er veröffentlichte 1968 im Feuilleton der FAZ sein erstes Gedicht zur Ästhetik der Alltagswelt. Im Jahr 1983 erschien in der Phantastischen Bibliothek des Suhrkamp Verlages sein Roman „DigIt“, der eine computergesteuerte Welt beschreibt. Mit Worten formulierte Michael Weisser damals seine Visionen und setzt sie heute in die Realität um. Ab 1984 produzierte er sechzehn Jahre lang elektronische Musik, bereiste die Welt und erfasste O-Töne an exotischen Orten. Ein umfangreiches Klang-Archiv entstand. Seit dem Jahr 2000 widmet sich Michael Weisser wieder der Kunst und vernetzt dabei die Medien Bild, Klang und Wort. Unter anderem erforscht er die Ästhetik und Funktion von QR - Codes und präsentiert seine ersten Ergebnisse."
Klaus-Michael Heinze , Kanzler der Fachhochschule Kiel, 2013

„Michael Weisser ist ein umtriebiger teilnehmender Beobachter seiner Zeit, der analytischen Verfahren mit ästhetischen Prozessen verbindet. Er ist auch ein Getriebener seiner vielfältigen Interessen und Imaginationen. Er treibt selbst auch Dinge an, ist permanent in Bewegung, räumlich, gedanklich, macht Bewegung nicht nur zu einem zentralen Thema seiner Kunst, sondern bewegt auch Wirklichkeit. Er präsentiert visuelle Ereignisse, verfolgt Visionen, mischt nicht nur unsere Wahrnehmung auf und macht Akteure des Alltags zu Protagonisten seiner Bilder, sondern bringt konkrete Veränderungen auf den Weg. Neue Medien und die jeweils neueste Kommunikationstechnologie sind nicht nur Thema seiner Arbeit, sondern auch sein Weg, verschiedene maßgebliche Akteure in seine Arbeit zu integrieren und mit dem Rezipienten in einen Austausch zu treten.“
Dr. Rainer Beßling, Leiter des Kulturressorts der Kreiszeitung und Kunstkritiker, Gutachten zu „Compressed-World“, Syke 2013

"Seit 2007 experimentiert der Medienkünstler Michael Weisser mit Ästhetik und Funktion von QR-Codes. Diese Experimente entfalten sich auf der Grenze von analoger und digitaler Informationsverarbeitung.
Sein künstlerischer Ansatz wirkt zweifach innovativ:
Einerseits versucht er, die Erscheinung der pixelbasierten Quadrate bis an den Rand der Lesbarkeit künstlerisch zu gestalten und andererseits entwickelt er ästhetische Inhalte in den Medien Bild, Klang und Wort, mit denen diese Codes verknüpft werden.
Bei den QR-Codes handelt es sich um quadratische Pixelcluster, die im Sinne von "Konkreter Kunst" auf mathematisch-geometrischen Grundlagen beruht. Die Bilder sind nicht "abstrahiert", da sie sich nicht auf die materiellen Realität beziehen und auch keine symbolische Bedeutung tragen, sondern im Gegenteil als rein geometrische Konstruktion erscheinen. Optisch ist kein Sinn als die bloße Konstruktion aus den Bildern abzulesen. In der Anmutung hat demnach auf den ersten Anschein kein Bildelement eine andere Bedeutung als sich selbst.
Verborgen in den Pixelkompositionen ist jedoch eine Funktion enthalten, die allein durch mathematische Dekodierung als Kombination von alphanumerischen Zeichen zutage tritt.
Als Nutzer kann man das Bild betrachten und sich von seiner ureigenen Ästhetik inspirieren lassen. Man kann das Bild zugleich auch als QR-Code erkennen und nutzen, indem man es mit dem Smartphone und der entsprechenden Applikation scannt, identifiziert und einen speziellen Web-Inhalt auf das Display des Smartphones spielt. Auf diese Weise lassen sich intermediale Kunstinhalte wie Bilder und Filme, Lyrik- und Prosatexte, Rezitationen, Klänge und Musikkompositionen realisieren. Diese stehen dem Nutzer an jedem Ort und zu jeder Zeit zur Verfügung, soweit eine Senderverbindung in 3D-Qualität oder ein W-LAN-Zugang gegeben ist.
Konkret erlebt der Nutzer an dem Standort des Codes z.B. in einer urbanen Situation, unvermittelt eine Woodoo-Session aus der Steppe der Shimba-Hills in Kenia. Oder er fühlt sich mitten auf dem Marktplatz von Viktoria auf der Seychelleninsel Mahe oder hört ein rezitiertes Gedicht, oder liest einen poetischen oder informativen Text, oder sieht einen Film oder hört eine elektronische Musikkomposition im Kontrast mit Gregorianischen Gesängen.
Soweit bekannt ist, wurden die künstlerisch gestalteten Codes wie auch ihr Zugang zu multimedialen Kunstformen als Gesamtkonzept auf sogenannten "DenkBänken" erstmals von Michael Weisser entwickelt und sind ab 2012 zu erleben als eine neue Form von "Kunst im Öffentlichen Raum"."
Prof. Dr. Bernd Vesper, Dekan Fachbereich Medien, Fachhochschule Kiel, 2012

Zweifellos zählt der Bremer Medienkünstler Michael Weisser zu den Pionieren der Computerkultur in Deutschland. Sein Tätigkeitsfeld ist komplex. Er arbeitet kreativ, besessen, konzentriert. Er verbindet die Medien Bild, Wort und Klang und bezieht, so die Galeristin Hannelore Lonnes, "die Reflexion seiner Arbeit durch Ausstellungen, Symposien und Publikationen ein."
Prof. Dr. em. Michael Müller, Kunsthistoriker, Universität Bremen, Gutachten vom 5.6.2012

"Herr Weisser ist seit mehr als dreißig Jahren in Bremen und überregional als Künstler aktiv und erfolgreich. Er hat sich mit Einzelausstellungen und Gruppenbeteiligungen anerkannt in die regionale und internationale Kunstszene eingebracht. Herr Weisser hat vor allem im Bereich der Computerkunst beispielgebend gearbeitet und sich internationales Ansehen erworben."
Rose Pfister, Direktorin der Städtischen Galerie Bremen, 2012
Prof. Dr. Manske, Referatsleiter und Direktor a.D., 2012
Expertise vom 27.4.2012

"Medienkünstler, Musikproduzent, Literat, Klangsammler, Archivar und politisch Mitmischender - das klingt verwirrend, ist aber schlüssig : Michael Weisser hat in seinem Künstlerleben vieles erprobt und erfolgreich realisiert. Er arbeitet mit den Medien Bild, Klang und Wort auf der Grenze von analog und digital. Im September kommt er an die Fachhochschule Kiel und präsentiert im Bunker-D die Ausstellung: „ich:meiner:mir:mich – analoge und digitale Identitäten“. Was verbirgt sich hinter diesem Titel?"
Frauke Schäfer, FHS-Kiel, 2012

"Ich will Ihnen nun sagen, was Michael Weisser am meisten genießt: den Moment, wenn alles aufgebaut ist und er noch vor der Eröffnung allein durch die Räume geht und schaut, ob alles so ist, wie er es sich vorgestellt hat. Er hat diesen Spaziergang vorhin gemacht, und ich darf Sie einladen, es ihm später gleichzutun und am Wort-Ort Ihren ganz eigenen Blick auf die Werke von Michael Weisser zu werfen."
Dr. Christophe Fricker (Literaturwissenschafter, Autor) 2012

"Das national wie internationale renommierte Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe – kurz als ZKM bekannt – übernahm 2008 das künstlerische Werk von Michael Weisser. In der Folge mussten mehr als 300 Artefakte als Bilder, Klänge und Worte zwischen analog und digital erfasst werden. Michael Weisser entwickelte hierzu selbst ein datenbankgestütztes Inventarverzeichnis, in dem er bis heute bereits mehr als 1.000 Werke erfasst hat. Dieses Inventarverzeichnis ermöglicht eine zielsichere Stichwort-Recherche, zeigt Ansichten, stellt Listen zusammen und verknüpft die Werke mit der chronologischen Biografie des Künstlers.
Bei dieser systematischen Aufarbeitung des Werks ging es um Erinnerungen, um Arbeits- und Themenschwerpunkte, aber auch um verpasste Gelegenheiten und um einen möglichen "Roten Faden", der das Leben des Medienkünstlers Michael Weisser mit seinen künstlerischen Äußerungen verbindet.
Hier im Wall-Saal sehen Sie nur einen Teil der Ausstellung, die sich über alle Räume unserer mehr als 5000 qm großen Bibliothek verteilt und dort interessante Bezüge schafft zu den jeweiligen Standorten und deren Themen. Überzeugen Sie sich selbst"
Erwin Miedtke (stv. Direktor der Stadtbibliothek Bremen) 2012

"Heimat" ist eines seiner künstlerischen Kernthemen. Seine Heimat ist Cuxhaven – der Deich, die wogende See, der Duft von Watt und Tang, die wilden Wolken, das Rauschen von Wasser und Wind. Die Erlebnisse seiner Kindheit haben ihn geprägt, und diese Prägung ist als Inspiration tief in seinem künstlerischen Werk verankert."
Dr. Anne Frühauf (Stadträtin für Kultur) Cuxhaven 2010

"Seit vier Jahrzehnten ist Michael Weisser einer der vielseitigsten Kreativen unserer Zeit; sein Werk changiert zwischen Kunst und Design, Computer generierten Images und Fotografie, Computer generierten Sounds und weltweit aufgenommenen Klängen, zwischen schnell geäußerten Statements und gedruckten Romanen, kurzfristigen Emanationen und unverrückbar fixierter Kunst am Bau.
Schon früh stellten Zeitgenossen fest, dass für diese komplexe Arbeitsweise ein klassischer Begriff des Künstlers und der Schaffung von Kunstwerken nicht mehr zutrifft."
Prof. Dr. Rolf Sachsse (Medientheoretiker) Saarbrücken 2010

"Rastlos sucht er, besteigt und erobert, sammelt und verwandelt. Und fragt und wendet und bildet ab und wirft schließlich ein ganz neues Licht auf sein Objekt. Das erste Rätsel ist gelüftet, die ersten Irritationen heben sich auf und dafür schiebt er neue ins Feld. Nicht die Sehnsucht wird bebildert oder abgebildet, vielmehr ist sein Schaffen ein Agieren das selber Ausdruck von Sehnen und Suchen ist. Eine neue Unordnung entsteht. Wieder sind wir gefordert. Wieder lässt er keine Ruhe. Vielleicht ist es genau die Ruhe, vor der er flieht. Als könnte diese einen bedrohlichen Stillstand einläuteån. Also wütet er weiter, schubst uns vor und wieder zurück. Und lässt uns mit sich staunen.
Oft zieht er sein Objekt, seine Beute derart dicht heran, dass diese unkenntlich wird. War da was? „Ich ordne das Rauschen immer wieder neu“. Die wilden Wolken am Cuxhavener Himmel, der Geschmack und Geruch von Salz in der Luft und in den Meereswellen lassen ahnen, dass das Rauschen bereits als Kind vertraut war. So lässt sich Heimat als wichtiger Standort des Schaffens und zentrale Quelle von Inspiration verstehen."
Dr. Isabelle Azoulay (Philosophin/Soziologin) Berlin 2010

"Der Bremer Künstler Michael Weisser, der seit Jahren erfolgreich mit interkulturellen Jugend-Projekten die Themen „Kreativität, Vielfalt und Toleranz“ multimedial umsetzt, hat für die Hochschule Bremen eine künstlerische Performance über kulturelle Vielfalt
entwickelt. Sein Thema ist der „Snack“, denn bei der interkulturellen Verständigung nehmen Kochen und Essen eine zentrale Bedeutung ein. Die Art wie man isst, was, warum, mit wem und zu welchen Anlässen sagt viel über kulturelle Besonderheiten. Das Kennenlernen kulturspezifischer Speisen und Essgewohnheiten ist eine Erfahrung, bei der man viel über andere Kulturen lernt, aber auch kulturübergreifende Gemeinsamkeiten erleben kann.
Hier ist eine ganz neue, kreative Verbindung von Kunst, Kultur und Wissensvermittlung entstanden, die sich auch nach außen kommunizieren lässt und nachhaltig weiter wirken kann."
Prof. Dr. Karin Luckey (Rektorin Hochschule Bremen) Oktober 2010

"Weisser spricht hinsichtlich seiner Arbeit von „LebensGestaltung“ als einem künstlerischen Prozeß. Nicht allein die Aufmachung und das Outfit der Menschen – was ja in eindrücklicher Vielfalt auf den Fotografien nachvollzogen werden kann - sind damit gemeint, sondern das Gestalten der eigenen Biografie, des privaten Lebensumfeldes aber eben auch das verantwortungsvolle Mitgestalten gesellschaftlicher Prozesse. Das wohl eindrucksvollste Beispiel dafür ist Weissers eigene Biografie. Zwar im Fach der Malerei ausgebildet, ist er seitdem in verschiedenen künstlerischen Medien aktiv, hat Sachbücher und auch Science-Fiction-Romane verfaßt, hat maßgeblich die Entwicklung der elektronischen Musik in Deutschland beeinflußt, er hat Archive zur Produktästhetik einzelner Herstellermarken aufgebaut und diese Reihe ließe sich noch fortsetzen."
Detlef Stein (Kurator) 2010

"Auf Grund seiner herausragenden künstlerischen Qualität, sowie der Ganzheitlichkeit im Ansatz, der Visionen des Möglichen, der Neugierde am Neuen, der Systematik im Management, der Kreativität in der medialen Ästhetik, dem Willen nach Veränderung, dem Prinzip der Vernetzung und wegen der immer wieder entscheidenden Ausdauer in der Durchsetzung und Realisation haben wir Michael Weisser um eine Reflektion unseres Ortes Zentralbibliothek das Jahr 2012 über gebeten."
Barbara Lison und Erwin Miedtke (Direktion Stadtbibliothek Bremen) 2010

"Über Vielfalt wird derzeit zumeist ein-fältig geredet. Gezeigte und gelebte Vielfalt bleibt selten, ist oft nur Behauptung. Die klassischen Tugenden Toleranz und Respekt gewinnen in einer Gesellschaft mit steigender kultureller, religiöser, sozialer und weltanschaulicher Vielfalt zunehmend an Bedeutung. Die Begriffe Vielfalt, Toleranz und Kreativität können im Umfeld des von Bremer Bürgern vom Reichskolonialdenkmal in ein Anti-Kolonial-Denk-Mal umgewidmeten Elefanten-Monuments einen prägnanten Ort und einen symbolhaften Ausdruck finden.“
Dr. Rainer Bessling (Kulturkritiker) Bremen 2010

"Michael Weisser zählt zu den Pionieren der Computerkunst in Deutschland. Er studierte von 1967-1972 Bildende Kunst, sakrale und experimentelle Malerei und Grafik an den Werkkunstschulen in Köln, Examen und im Anschluss bis 1978 weiter Kunstgeschichte, Soziologie, Kommunikations-, Erziehungs- und Politikwissenschaft in Bonn und Marburg. Tätigkeiten u.a. als Dozent für Serielle Grafik und Video-Explorationen, Lehraufträge über Kunst im öffentlichen Raum, experimentelle Fotografie und Kunstmanagement, Gastprofessur zu Computerkultur und Computerkunst. Seine künstlerischen Arbeiten dieser Form von ResearchArt werden in raumbezogenen Installationen präsentiert. Bilder, Typografien, Worte und Klänge verdichten sich bei ihm zu komplexen Erlebnisräumen."
Erwin Miedtke (Bibliotheksdirektor) 2009

"Hätte ich nur drei Worte, um Michael Weisser zu beschreiben, dann wären dies: innovativ, effizient und projektierend!"
Prof. Dr. Frieder Nake (Universität Bremen, Informatik) 2009

"Die Installation von Michael Weisser trägt den kryptischen Titel „D.U.R.S.T.“ mit Punkten zwischen den Buchstaben gesetzt, wohl um deutlich zu machen, das mehr dahinter steht, als das, was man direkt ablesen kann. Er selbst sagt dazu: „Mein Titel D.U.R.S.T. drückt einen Zustand aus, den ich auf meiner langen Reise durch das faszinierende Namibia immer wieder spürte: Ich war ständig durstig, spürte einen ständigen Wissens-Durst und wurde immer wieder an die verdurstenden Opfer des deutschen Kolonialkriegs erinnert.“
Prof. Dr. Jutta Berninghausen (Konrektorin Hochschule Bremen) 2009

"Die Sammlung Computer-Kultur des Medienkünstlers, Musikproduzenten und Autors Michael Weisser stellt ein einzigartiges Konvolut zur Entwicklung der multimedialen und digitalen Kunst dar."
Prof. Dr. h.c. Peter Weibel (Direktor des ZKM Karlsruhe) 2008

"Der Erzengel Michael liebt die Gerechtigkeit, denn er erhebt sich, um mit dem Drachen zu kämpfen, ihn zu besiegen und zur Erde zu schleudern. Der Bremer Michael zeichnet sich durch sportliche Streitbarkeit und einen ausgeprägten Sinn für Fairness aus. Kein Zufall. Der Erzengel Michael hat auch einen lyrischen Wesenzug. Er schwebt vom Himmel herab und »in der Hand hält er ein kleines, aufgeschlagenes Buch.« Er hätte es auch unter den Arm geklemmt haben können, aber nein, er hat es aufgeschlagen. Er will etwas mitteilen, er will andere teilhaben lassen an seinem Wissen, seiner Erkenntnis und irgendwann sicher auch an seiner Weisheit. Dabei hält er sich an menschliches Maß; ein kleines Buch, erlesen, sorgfältig gemacht, gewiss auch anspruchsvollen Inhalts hat er aufgeschlagen, kein seitenmächtiges Druckwerk, das niemals gelesen wird. Ein Michael verzettelt sich nicht.
Akribisch recherchiert er sein Thema, hört und sieht meist mehr als sein Gegenüber meint preisgegeben zu haben. Eigentlich hat er vom Erzengel ja nur den Namen, aber irgendetwas verleiht dem Mann immer wieder Flügel."
Dr. Imai Alexandra Roehreke (Unternehmensberaterin) 2008

"Das Werk des Bremer Medienkünstlers Michael Weiser ist ein ästhetischer Brückenschlag zwischen der analogen und der digitalen Welt."
Christian Weber (Präsident der Bremischen Bürgerschaft) 2006

"Die künstlerischen Projekte von Michael Weisser sind komplex, multimedial und im tieferen Sinne politisch ambitioniert, denn er stellt den Anspruch, nicht nur darzustellen, sondern auch konkret verändern und dabei auch stets optimieren zu wollen.
Mit seiner Methode der ästhetischen Feldforschung und der Spurensuche erkennt und analysiert er Phänomene unseres Alltags und kommuniziert seine „An-Sichten“ in des Wortes Doppelbedeutung als Bilder von etwas und als Meinungen über etwas.
Nach seinem Studium der bildenden Kunst und dem anschließenden Studium von Kunstgeschichte und Kommunikationswissenschaften an den Universitäten von Bonn und Marburg, erkannte Weisser sehr früh schon die revolutionären Kräfte der digitalen Medien als die neuen Flügel der künftigen Kommunikation."
Elly Linke (Kuratorin im Medienhaus Bremen) 2006

"Denn als Wissenschaftler, Romanautor, Musikproduzent und bildender Künstler ein seltenes Multitalent betreibt Michael Weisser seine zahlreichen künstlerischen Projekte mit einer großen Intensität, die unmittelbar Friedrich Nietzsches Vorstellung vom Rausch in Erinnerung ruft."
Dr. Barbara Nierhoff (Kunsthalle Bremen) 2006

"Michael Weisser war 1988 mit der Neugestaltung des Katalogs der ars electronica betraut worden.
Der Künstler beschloss, die Preistrophäe „Nica“ auf den Titel zu setzen und fertigte einen Fotoscan an. Doch was geschah? Statt des Fotoscans gestaltete der Computer ein Bild, das angefüllt war mit vielen schwarzen und weißen Flecken: Die digitalen Daten hatten sich einen eigenen autonomen und vor allem abstrakten Weg gebahnt – ein, wie Michael Weisser es nennt, Rauschen hervorgebracht.
Der Begriff des Rauschens umschreibt eine überbordende, unüberschaubare Fülle –analog zum Rauschen in der Natur. Denken Sie an das Rauschen der Blätter, der Wellen und des Windes.
Als Autor spielt, sucht und verwirft Michael Weisser die Worte und zerreißt beziehungsweise knäuelt die Papiere, auf denen sie stehen. So sind die Texte der zu Knäueln gefalteten oder zu Booklets gehefteten bedruckten oder beschriebenen Blätter zumeist vom Künstler selbst wie zum Beispiel Teile aus seinem Roman DigIt von 1983. Die Form des Booklets wiederum geht auf Michael Weissers Arbeit als Creative Director des Musiklabels IC/Digit Music zurück."
Dr. Barbara Nierhoff (Kunsthalle Bremen) 2006

"Er hat viel von der Welt gesehen. Er kennt die Osterinsel, war in Kenia, auf den Malediven ebenso wie auf den Seychellen, hat Bali bereist, Kanada und Alaska durchstreift, die Fidji-Inseln besucht, Turcs&Caicos erforscht und die schillernd blaue Lagune von Bora-Bora umrundet. Doch ihn faszinieren nicht nur exotische Naturreservate auf diesem Planeten, sondern auch brodelnde Metropolen wie Hong Kong, Tokio, New York und Los Angeles - um nur einige zu nennen.
Was haben diese Orte gemeinsam? Sie berühren eines der Weltmeere, den Indischen Ozean, den Pazifik, den Atlantik. Sie liegen am Wasser und genau diese Grenzlinie zwischen Wasser und Land fasziniert."
Herbert A. Bartels (Namibiakenner) 2006

"Michael Weisser untersucht mit der Methode der ästhetischen Feldforschung, besondere, energetische Orte. Mit seinen Installationen, die vor allem auf der Technik der digitalen Fotografie basieren, versucht er den „Geist“ dieser Orte einzufangen. Namibia ist für ihn einer dieser Orte, dem er sein umfangreiches Installationsprojekt D.U.R.S.T. gewidmet hat."
Sabine Erlenwein (Goethe-Centre-Namibia) 2006

"Die Kunsthalle Bremen erhielt im Jahre 2000 vom Bremer Künstler Michael Weisser ein umfangreiches Konvolut computergenerierter Arbeiten. Ein willkommener Anlass, sich der Erforschung, Sammlung und Präsentation von digitaler Kunst zu widmen..."
Dr. Barbara Nierhoff (Kuratorin Kunsthalle Bremen) 2006

"Ich freue mich auf diese Ausstellung, die uns Michael Weisser als einen Künstler erkennen lässt, dem es immer wieder ein Anliegen ist, den Geist eines Ortes zu erspüren und uns diesen in seinen Bildern näher zu bringen."
Uwe Bodemann (Senatsbaudirektor) 2006

"Bei seiner ästhetischen Feldforschung geht es darum, das Lebensgefühl der Stadt zu erkunden, Atmosphären, Orte, Objekte und Architekturen digital zu erfassen und multimedial präsentiert zur Diskussion zu stellen."
Christian Weber (Präsident der Bremischen Bürgerschaft) 2006

"Auf eine sehr eindrucksvolle Weise ist es Michael Weisser gelungen, mit den Schülerinnen und Schülern auf der Basis gegenseitiger Akzeptanz zusammen zu arbeiten. Hier gab es nicht den "großen Künstler", der allein um die Geheimnisse der Kunst weiß und dementsprechend Aufgaben verteilt. Ebenso wenig bestand der Prozess nicht nur darin, dass die Schüler für laienkünstlerische Übungen eingesetzt wurden. Wenn ich an die vielen künstlerischen Projekte in Bremer Schulen zurückdenke, die ich fast dreißig Jahre betreut habe, ist die Arbeit von Michael Weisser die eindrucksvollste, weil sich hier ästhetische und kommunikatorische Qualitäten höchst undidaktisch verbunden haben. Kunst war nicht das Fremde, das Andere, sondern ein Teil des schulischen Lebens für ein ganzes Jahr lang.
In den 1970er Jahren nannte man Künstler seines "Typs" "Beweger und Macher". Das mag für unsere Tage etwas ungewohnt dynamisch klingen, trifft aber das hohe Engagement, die Ideenvielfalt und die unverändert sehr gute Qualität des künstlerischen Schaffens von Michael Weisser noch immer am besten.“
Prof. Dr. H.J. Manske (Direktor der Städtischen Galerie Bremen) 2005

"Der Künstler verwendet naturwissenschaftliche Begriffe wie Unschärfe oder Rauschen, um deutlich zu machen, dass vermeintliche Übertragungsstörungen oder „falsche“ Signale den entscheidenden Impuls für ein neues Verständnis der kommunizierten Erscheinungen auslösen können."
Dr. Rainer Bessling (Kulturkritiker) Bremen 2005

"Künstler wie der Bremer Michael Weisser stehen für Ideen, die sie mit den neuen, digitalen Medien Gestalt werden lassen und die sie mit Engagement in unsere Gesellschaft tragen. Schule braucht Innovation und Schule braucht Engagement! Insoweit macht es Sinn, wenn das Gymnasium an der Hermann-Böse-Strasse einen Spezialisten von außen bittet, diese Schule in ihrer Form und ihrem Inhalt zum Thema zu machen."
Willi Lemke (Senator für Bildung und Wissenschaft in Bremen) 2005

"Michael Weisser arbeitet mit dem Prinzip der Fokussierung auf Details, ein Blick entlang der Wände zeigt dies: Große Close-Ups von bunten Federmäppchen, zum Teil abstrakt, gar poetisch anmutende Details von leergewischten oder beschriebenen Tafeln, Schwämmen und Kreiden und dann noch Elemente der Architektur des Treppenhauses – entweder als Einzelbild oder aber arrangiert zu einem Rasterfeld, das das Treppenhaus zu einem Labyrinth des Lebens werden lässt. Eine Ansicht des ganzen Bildgegenstandes sucht man vergebens in den Arbeiten von Michael Weisser. Und damit führt er uns ein gültiges Prinzip des Lernens vor Augen. Denn menschliches Lernen und Verstehen geschieht nicht über das sofortige Erfassen des Ganzen. Es ist vielmehr die Beschäftigung mit Details, mit Einzelheiten, die uns die Dinge in ihrer Ganzheit nach und nach begreifen lassen: Sei es ein Gebäude aus Stein oder eines aus Gedanken."
Dr. Barbara Nierhof (Kuratorin an der Kunsthalle in Bremen) 2005

Die Kunst von Michael Weiser ist dem wirklichen Leben ganz nahe: Er verwendet stets sich ändernde Ausschnitte und er formt diese Ausschnitte zu Tasten, auf die man drücken soll, um auf das zu treffen, was eigentlich hinter den Bildern liegt: "Die Träume, die Sehnsüchte, die Ängste, die Wünsche..."
Dr. Margarethe Krau (Vorsitzende des Kunstvereins Hamm) 2005

"Weisser entwirft in seinem Werk eine neue Ästhetik um die Person von Marilyn Monroe. Das Thema der unendlichen Verdichtung und Überlagerung von Informationen und die schrittweise Annäherung an diese Informationsflut zieht sich wie ein roter Faden durch sein reichhaltiges Werk. Auf diesem Wege gelingt es ihm, mit Hilfe der neuen Medien verdeckte Zusammenhänge freizulegen und neue Sichtweisen zu eröffnen. Vielleicht kommt er so der Wahrheit tatsächlich ein Stückchen näher."
Dr. Heike Piehler (Ästhetisches Zentrum Uni Bielefeld) 2004

"Kunst ist für ihn die Auseinandersetzung mit der eigenen Neugierde. In sein Blickfeld geraten Bereiche seines und unseres täglichen Lebensfeldes. In der künstlerischen Auseinandersetzung mit ihnen wird die Kunst selbst zu seinem Lebensfeld. Die auf die Fotografie vor Ort folgende Arbeit am PC bietet ihm die Möglichkeit zum Experimentieren."
Dr. Rainer Vogeding (Direktor des Kreismuseums Syke) 2004

"Der Bremer Künstler isoliert mit dem Format seiner Kamera Einzelteile aus der Eindrucksfülle und hält den Wahrnehmungsstrom für die Zeit der Belichtung an. Das ist aber nur der Anfang. Seine Detailfunde, assoziativ und spontan gesammelt, fügt Weisser auf vielteiligen Tafeln zusammen. So inszeniert er einen Dialog zwischen der vorgefundenen und einer selbst komponierten Bildwelt, dessen konzeptuelle Schärfe durch spielerische Form und sinnliche Anmutung wohltuend eingefasst wird. Das Flirren der Bildoberfläche, die Strudel der Formen und Farben, die Dynamisierung der Motive über die eindimensionale Lesart hinaus und die Öffnung des Bildformats - das sind konstitutive Momente der Bildwelten Michael Weissers.
Die Serie, die Wiederholung, die Reihung, das Raster bieten den Stoff für den Vergleich. Erst in der Reihe, in der Menge, im Vergleich gewinnt das Einzelne seine Identität. Das Wirkliche, Alltägliche, Vertraute findet erst in der medialen Aufarbeitung Beachtung."
Dr. Rainer Bessling (Kulturkritiker) 2004

"Michael Weisser stellt sehr schnell Verbindungen her. Er sieht Bilder in Bezug zu anderen; noch wichtiger, er entwickelt neue Verbindungen. Manchmal sind sie visuell, andere stoßen in andere Medien vor.
Seine Welt taucht auf einer ungewöhnlichen Stufe auf. Er enthüllt die Körnigkeit seiner Werke im fortschreitenden Prozess von einem Bild zum nächsten. Je mehr sich der Betrachter dem Bild nähert, um so mehr Detail sieht er, bis das Detail siegt und das Bild zum visuellen Rauschen wird. Weisses Rauschen. Nicht überraschend.
Weisser ist klar, dass der Künstler sich nicht in Wahrscheinlichkeits-Geschäften bewegt, sondern im kreativen Raum der Möglichkeiten. Während ich diese Zeilen schreibe, wird mir bewusst, dass ich Teil der inszenierten Welt werde, die Michael Weisser kontinuierlich erzeugt.“
Prof. Dr. Dr. Mihai Nadin (Antizipationsforscher) 2004

"Für den Bremer Künstler Michael Weisser ist Kunst nie Dekoration gewesen, sondern eine Handlungsform, um sich Erlebnissen auszusetzen, um Neues zu entdecken, um Kommunikation zu stiften und mit ästhetischen Mitteln Erkenntnisse über das Leben zu gewinnen.
Mit dem neuen Medium der digitalen Fotografie betreibt Weisser eine künstlerische Feld-Forschung, bei der er Atmosphären, Orte und Architekturen im Detail erfasst und diese Details zu quadratmetergrossen Bild-Feldern arrangiert. So entstehen manchmal rauschende, manchmal ornamental wirkende Bilder, die den "Spirit" des jeweiligen Themas ausdrücken."
Dr. Torres-Hochstetter (Museo Antrópologico / Osterinsel-Chile) 2003

"Der Wahl-Bremer ist ein neugieriger Mensch – ein Künstler, der sich vor allem von diesem Impuls zu immer neuen künstlerischen Projekten begeistern lässt. „Was ich heute mache, kommt aus der Zukunft“: dies sagt ein Künstler, dessen wichtigste Motivation die Antizipation ist. Bereits in den 1980er Jahren experimentierte der Fotograf, Lehrbeauftragte an der Universität Bremen, Sachbuch-Autor und Produzent Weisser mit digitalen Bild- und Klangwelten. Kontraste faszinieren ihn, der sakrale Malerei studiert und diese handwerklichen Grundlagen in der experimentellen Malerei verwendete. Er versteht sich selbst als Grenzgänger zwischen der analogen und der neuen digitalen Welt."
Freie Hansestadt Bremen - Senatspressedienst 10.11.2003

"Michael Weisser liefert dem Betrachter kein Gesamtkonzept, sondern lädt ihn ein, aus der Vielzahl von Einzelbildern eine durch eigene Empfindungen und persönliche Gedanken geprägte neue "Ansicht" zu entdecken."
Dr. Henning Scherf (Präsident des Senats der freien Hansestadt Bremen) 2003

"Sein Thema ist das Rauschen und immer wieder die Frage: Was ist darin! Als Romanautor spielt er mit Worten, sucht, verwirft, knäult die Papiere. Als Künstler wirft er diese Ideen-Knäule auf eine Leinwand und findet im Schnee dieser Strukturen immer neue Ideen."
Sabine Weichel (Kuratorin) 2002

"Michael Weisser – wer steckt hinter diesem Namen? Ist es jener Grafiker und Designer, der für das Goethe-Institut die Ausstellung „Schönheit im Chaos“ konzipierte? Oder ist es jener Fotograf, der mit seinen Multimedia-Präsentationen in den großen Planetarien von Stuttgart und Bochum Aufsehen erregte? Oder ist es jener Manager eines Musiklabels, der mit seinen eigenen elektronischen Kompositionen den Weg in neue Bereiche des Hörens wies? Oder ist es jener Schriftsteller, der gewissermaßen aus dem Nichts mit bemerkenswerten utopischen Romanen in der Phantastischen Bibliothek des Suhrkamp Verlags auftauchte? Um es vorweg zu nehmen: Es handelt sich um eine einzige Person, eine Person von beachtlicher Vielseitigkeit, für heute selten genug. Und das umso mehr, als der Schwerpunkt der Aktivitäten vorwiegend im kreativen Bereich liegt. Bildende Kunst, Musik, Literatur – alles das gehört zum Gestaltungsspielraum von Michael Weisser.
Wer etwas über den Hintergrund der Arbeiten wissen will, findet sie im Lebenslauf des Künstlers. Die Kunst selbst braucht kein solches Stützkorsett, sie erschließt sich von selbst."
Prof. Dr. Herbert W. Franke (Physiker, Literat und Computerkünstler) 2002

"Wenn Michael Weisser über diese zweifellos beeindruckende Fülle von Betätigungsfeldern spricht, wirkt dies auf mich in keinem Augenblick wie ein selbstgenügsamer Blick in die eigene Vergangenheit, sondern vielmehr wie ein stetes Be- und Hinterfragen des eigenen Tuns."
Detlef Stein (Kunsthistoriker) 2001

"Trash! Der Künstler verwendet dieses Adjektiv häufig in seiner Kunst. Manche seiner Bilder tragen Titel, die darauf hinweisen. Wert-los. Sinn-los. Aber keineswegs Witz-los (wenn man die mittelalterliche Bedeutung des Begriffes „Witz“ im Kopf hat, nämlich intelligent)! Michael Weisser ist einer, der jeden Deckel aufhebt, vor allem jeden Deckel auf den Töpfen des Vertrauten und dann die Dinge un-vertraut macht, der das, was vertraut erschien, plötzlich mit einer anderen Bedeutung versieht, dass das Normale gar nicht als so normal erscheint, und es gelingt ihm durch den NICHT-Sinn, ( durch den Entzug von Sinn) Fragen zu produzieren.
Er ist homo universale, vielseitig, ein Künstler neuen Typs, oder vielleicht doch ein Künstler alten Typs, nämlich alles zugleich: Unternehmer, Musiker, Projektmacher, Literat, Maler, Fotograf, Techniker..."
Prof. Klaus Honnef (Kurator/Publizist) 2001

"Michael Weisser stellt sich der Mehrdimensionalität, die er in komprimierter Form hinter der bloß bildhaften Portraitoberfläche für die Neugier des Betrachters bereithält. Man kann in der Oberfläche der Bilder (gebildet aus den Booklets) blättern und so Verborgenes entschlüsseln. Als bleibender Effekt entstehen leicht gebogene Bookletblätter, die von der Leinwand aus in den Raum greifen, die das Tafelbild zum Relief erweitern, die Verzerrungen und Flirren verursachen."
Dr. Detlef Roth (Kultursoziologe) 2001

"Michael Weisser führt mit bildnerischen Mitteln seinen technisch geprägten Alltag fort und verweilt dabei mit Genuss auf den wundersamen Nebenschauplätzen des Geschehens, selbst neugierig und voller Spannung über die Ergebnisse seiner Untersuchungen, die keinesfalls abgeschlossen werden, sondern bestenfalls Anregung für weitere Schritte sind, für weitere Ausflüge in die Unendlichkeit der Möglichkeiten schöpferischen Tuns.“
Dr. Katerina Vatsella (Kunsthistorikerin/Kuratorin) 2001

"Den Ausgangspunkt für das Bild „Zoom-Dots“ bildet die willkürlich ausgewählte Manuskriptseite aus einem seiner technisch-geprägten, literarischen Romane. Die DIN A 4-Seite wird kopiert, durch die Mitte gerissen, dieser Vorgang ist mehrfach wiederholt und schließlich wird der kleine Blattstapel mit dem Bürohefter zusammengeklammert. In Stücke gerissen, auf den Punkt gebracht, zeigen die Sichtseiten dieser kleinen Stapel, wie Zug um Zug die Textseite vergrößert wird, bis der winzige Punkt vom Satzzeichen zu einer großen schwarzen Fläche wird."
Barbara Claasen-Schmal (Galeristin für Gegenwartskunst) 2001

"Michael Weissers Werk reflektiert kritisch und unterhaltend eine ästhetische Epoche, in der die neuen Medien mit der alten Kunst um die Dominanz ringen und deren Methoden untersuchen."
Jürgen Weichardt (Kunstkritiker) 2001

"Die Musik von GE.N.E. für die Michael Weisser als Produzent steht, ist für mich eine enge Freundschaft zwischen Kreativität, Vision und perfektem Klang. G.E.N.E. schafft eine grandiose Filmmusik, die meine Fantasien von Ferne, Freiheit und Abenteuer anregen. Diese Klangbilder geben mir Kraft, entzünden meine Ideen und bringen meine Gedanken auf die Reise."
Helmut Weyh (Das Kreative Haus Worpswede) 1996
CD-Booklet "Flowers&Soul" spezial Edition Worpswede 1996 [ZKM-InventarNr. 0412]

"Keine Frage, das Teaming-up von Michael Weisser und Peter Mergener war das Beste, was der Elektronikszene 1984 passieren konnte und, Bit und Byte sei Dank, auch wirklich passiert ist. Zwei kreative Köpfe taten sich damals zusammen, um den Muff der Berliner Schule der 70er Jahre aus der Elektronikszene der 80er wegzupusten, mit digitalen State-of-the-Art-Sounds, frischen musikalischen Ideen und enormem Erfolg."
Albrecht Pilz (Musik-Jornalist) 1994
Katalog: "MusIC, KlangBilder", Bremen 1998, S.15 [ZKM-InventarNr. 0002]

"SOFTWARE sorgt für schöpferische Unruhe. Um die Ecke lauert stets ein origineller Einfall. So schafft es SOFTWARE immer wieder, mit Nicht-Alltäglichem im aggressiven Überangebot des Alltags zu bestehen."
Winfried Trenkler (WDR-Moderator) 1994
Presseinfo Ten-Years-Software [ZKM-InventarNr. 0412]

"Software‘s Erfolg liegt an der enormen Kreativität und dem Weitblick, der hinter dem Projekt steht. Software sprengt die Fesseln stets aufs Neue, die man der elektronischen Musik anlegen will."
Oliver Steeger (Musik-Journalist) 1994
Presseinfo Ten-Years-Software [ZKM-InventarNr. 0412]

"Federführend bei Software ist der Bremer Multi-Media-Mann Michael Weisser. Der studierte Kunsthistoriker und Kommunikationswissenschaftler, der nicht nur voluminöse Kunstbücher, sondern auch provozierende Science Fiction im Suhrkamp Verlag herausgab, gründete das Projekt am 15. September 1984 mit dem Anliegen „die Schönheit der High-Tech(nology) zu ergründen“.
Bei Software ist dieser Prozess immer mit dem Bestreben verbunden, auf vernetzte Art neue Wege zu beschreiten. Jede Software Scheibe ist daher als Soundtrack der Garant für den ganz persönlichen, stets aufs Neue faszinierenden Film!"
Thomas Hammerl (Musikrezensent) 1994
Presseinfo Ten-Years-Software [ZKM-InventarNr. 0412]

"SOFTWARE sorgt für schöpferische Unruhe. Um die Ecke lauert stets ein origineller Einfall. So schafft es SOFTWARE immer wieder, mit Nicht-Alltäglichem im aggressiven Überangebot des Alltags zu bestehen."
Winfried Trenkler (WDR-Moderator) 1994
Presseinfo Ten-Years-Software [ZKM-InventarNr. 0412]

"Aus Mönchschören, Harfenklängen, abgespaceten Sounds aus dem All und leise groovenden Beats entwickelt sich eines der besten Elektronikalben des letzten Jahres Die saubersten und klarsten Klänge, die man je gehört hat, ziehen ndurch den Raum - so schön kann Elektronik sein."
Notes/Hamburg, März/96 zu "Heaven to Hell"
Presseinfo Software-Music (Mergener/Weisser) [ZKM-InventarNr. 0412]

"Die Formation Software (...) ist auch Inbegriff der Idee des Labels, die konträren Welten von "HighTech" und "SoftTouch" miteinander zu verbinden. Intellekt und Gefühl, Ratio und Emotion gelten als zwei völlig verschiedene Sichten der Welt. In der Musik von Software kommen diese Ebenen zur Deckung, bilden eine Klangfläche, einen klingenden Raum voll intensiver, überraschender Erlebnisse."
Stern, 9/92
Presseinfo Software-Music (Mergener/Weisser) [ZKM-InventarNr. 0412]

"In Deutschland ist vor allem Michael Weisser aus Bremen der treibende Motor in Sachen elektronischer Musik. Seine Gruppe "Software" zählt als Geheimtip in der Branche. Es lohnt sich, in die eine oder andere Produktion hineinzuhören, denn diese elektronische Musik ist die Klassik unserer heutigen Musikwelt."
Yellow, 4/91
Presseinfo Software-Music (Mergener/Weisser) [ZKM-InventarNr. 0412]

Een MEESTERwerk ! De technische kwaliteit is perfekt.
Ik moet wel zeggen dat dit een van de beste van Software is.
Klem/42/1989 zu Elektronic-Universe Part II.
Presseinfo Software-Music (Mergener/Weisser) [ZKM-InventarNr. 0412]

"71 Minuten 40 Sekunden dauert das jüngste Klangwunder der
Computermusiker Michael Weisser und Peter Mergener, die sich mit ihrem Doppelalbum "Electronic-Universe" in die vorderste Reihe der internatioinalen Elektroniker katapultieren und ihren Projektnamen Software zu einem ähnlichen Markenbegriff wie etwa Kitaro oder Computermusik interessiert, wird an diesem State-of-the-Art-Opus nicht vorbeikommen. Denn was Weisser/Mergener hier vorlegen, ist in der Konzeption ebenso anspruchsvoll wie in der Realisierung perfekt."
Keyboards/März 89 [ZKM-InventarNr. 0412]

"Electronic-Universe" thrilling cosmic winds, entrancingdrones,
repetitive rhythms, colorful electronic sci-fi effects; 20 minutes of
innerspace dreamtime journey-music.
Electronic-Universe is excellent !
Jazziz/USA", 1986
Presseinfo Software-Music (Mergener/Weisser) [ZKM-InventarNr. 0412]

"Man ist hingerissen von den fließenden Melodiebögen, ist auf
charmante Weise entspannt. Die Rede ist von Elektronik-Musik der allerfeinsten Sorte, wie sie jetzt von Mergener/Weisser vorliegt. Exzellent produziert und mit viel Liebe zum Detail. Ein Ohrenschmaus für entspannte Stunden."
Fachblatt Musik Magazin" 1986
Presseinfo Software-Music (Mergener/Weisser) [ZKM-InventarNr. 0412]

"M/W carry their style one step further. The new dimensions greatly enhances the usual sound by adding a natural dimension that makes the synthetics even more enchanting. M/W have gone beyond the limitations of their initial works and teutonic electronics in general."
Eurock/USA" 1986
Presseinfo Software-Music (Mergener/Weisser) [ZKM-InventarNr. 0412]
"
Ihr Konzept: ein Gesamtkunstwerk aus Computer-Grafik, -Musik
und -Poesie. Auch die Plattencover sind digitalisierte Träume; die zu Bild und Musik passenden Verse sollen die Meditation unterstützen."
chip" 1986
Presseinfo Software-Music (Mergener/Weisser) [ZKM-InventarNr. 0412]

"Une approche profondement philosophique, basee sur l'existence
possible et mena,cante du chaos frappant nos societes actuelles,
chaos pouvant etre autant synonyme de survivance que de creativite."
Temps/Canada 1986
Presseinfo Software-Music (Mergener/Weisser) [ZKM-InventarNr. 0412]

"The M/W album features gentle systems music of the style
championed by Philip Glass in the US. It's timeless and very pleasant indeed."
Music Week/UK" 1985
Presseinfo Software-Music (Mergener/Weisser) [ZKM-InventarNr. 0412]

"Faszinierend der Einsatz von Analog-Technologie, gemischt mit
Computer und digitalen Instrumenten. Faszination in Vollendung."
Musik-Elektronik 1985, SWF-Live-Concert
Presseinfo Software-Music (Mergener/Weisser) [ZKM-InventarNr. 0412]

"Er ist ein Gegenwartsmensch. Ich weiß es: denn ein Abendessen bei seiner Frau Dorit, seinem Kater und an seinem Kamin in Bremen zeigen mir: Da gibt es heute immer noch so Wesen, die ohne Universelles nicht auskommen können. Nicht der frische Fisch vom Markt oder der Riesling Sekt eines besonderen Jahrgangs, nichts Irdisches, das ihm nicht gefiele. Die Musik ist natürlich elektronisch."
Martin Merkel (Stern-Redaktion) 1984 [ZKM-InventarNr. 0411]

"Seine Foto-Aufnahmen reproduzieren nicht die Klischeeansichten, sondern verweisen auf ungewohnte optische Aspekte.
Die Qualität der Aufnahmen genügt höchsten Ansprüchen. Es entsteht ein Mosaik, das originell ist, ohne dass sein Schöpfer in Originalitätssucht verfiel."
Detlef Wolf (Kunstkritiker) 1975
Weser-Kurier, Bremen Juni 1975 [ZKM-InventarNr. 0411]

"Die Aktivität von Michael Weisser ist sicher nicht die des „freien“ Künstlers, so wie ihn der Kulturbetrieb begreift. Sie ist dies nicht aus Mangel an kreativem Vermögen, sondern aus besserer Einsicht. Sie ist – das wird man ihr am höchsten anrechnen dürfen – notwendig eine andere Form von ästhetischer Praxis."
Prof. Dr. Wolfgang Kemp (Gesamthochschule Kassel) 1974
Expertis e [ZKM-InventarNr. 0528]

 

(Die Zitatsammlung wurde begonnen von Gerd Reichel im Verlauf des Seminars "Art-Management" im Fachbereich Kulturwissenschaften an der Universität Bremen – 2005, sie basiert auf ausgewerteten Katalogtexten, Reden, Artikeln, Dokumenten

© www.MikeWeisser.de - 2016