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Michael Weisser - Kunst als Lebensform


Der Bremer Medienkünstler Michael Weisser zählt zu den Pionieren der Computerkultur in Deutschland. Sein Tätigkeitsfeld ist komplex. Er arbeitet kreativ, besessen, konzentriert. Er verbindet die Medien Bild, Wort und Klang und bezieht die Reflexion seiner Arbeit durch Ausstellungen, Symposien und Publikationen ein. Sein computergestütztes, eigenes Management qualifiziert den free-lancer zu einem kreativen Macher, der stets in vorderster Front des Zeitgeistes neue Herausforderungen sucht, ohne dabei in Technikeuphorie zu verfallen.

Eigentlich wollte Michael Weisser forschender Wissenschaftler werden und der Frage nachgehen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Die Alchemie mit ihren Arbeitsschritten der Trennung, Reinigung und Konzentration faszinierten ihn in seiner Jugend. Also absolvierte er ein Praktikum in einem Bonner Chemie-Labor mit dem Berufsziel, Forscher zu werden.
Als er erkannte, dass sich die tägliche Arbeit zumeist in stupiden Analysen wiederholte, beschloss Weisser, Kunst zu studieren. Trotz der erschwerten Aufnahmebedingungen schaffte er 1964 den Zugang zum Studium an den Kölner Werkkunstschulen.

Er begann mit der sakralen Malerei und erlernte das Handwerk der Leinwand-grundierungen, der Pigmentmischungen, der Ei-Tempera und die Wirkung der Lasuren. Dann wandte er diese Kenntnisse im Studienfach experimentelle Malerei an, mischte die Medien, erlernte die verschiedenen Techniken der Grafik und konzentrierte sich auf Fotografie. Sein Examen machte er 1972 in der freien Grafik, kombiniert mit der politisch ambitionierten Kulturkritik der 68er.

Sein Handlungsschwerpunkt waren Bürgerinitiativen mit Roland Günther und Kunst-Aktionen mit Wolf Vostell. Dann schrieb sich Weisser an den Universitäten in Bonn und Marburg ein und studierte Kunstgeschichte, Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Politik- und Erziehungswissenschaft.

Für das Archiv Foto-Marburg legte er unter Leitung der Kunsthistoriker Volker Klotz und Martin Warnke den Grundstein für eine „Industriekultur“ und fotografierte historische Industrieanlagen, Arbeitersiedlungen und die Villen der Industriefürsten des 19. Jahrhunderts.

Dieses Interesse an der „Ästhetik der Alltagswelt“ führte Weisser in seiner begonnenen Dissertation über die feinkeramische Industrie in Bonn fort, baute eine Sammlung keramischer Alltagsobjekte auf, bearbeitete die Ausstellung „Volkskunst im Wandel“ am Rheinischen Freilichtmuseum in Kommern und publizierte im Auftrag des Landesverbandes Rheinland ab 1978 die dazugehörigen drei Kataloge.

Das Interesse am Ornament und seiner Verdrängung ließ Weisser in den folgenden Jahren zahlreiche Publikationen über Jugendstil-Fliesen, die Wochenschrift Jugend, das Ornament um 1900 und über Deutsche Reklame publizieren. Zu dieser Zeit war er freier Forscher, bearbeitete viele Firmenarchive der Marken Persil, Maggi, Coca Cola, Söhnlein Rheingold etc., trainierte den Umgang mit großen Datenmengen und trainierte die systematische Archivierung von Sammlungen.

Es schien, als würde Michael Weisser sammelnder, forschender und publizierender Spezialist für das Thema „Ästhetik der Alltagswelt“ werden.

Als er sich mit seinem Claim „Herkunft hat Zukunft“ mit Visionen einer Welt von morgen auseinandersetzte und zunehmend kulturelle Projekte für die High-Tech-Industrie entwickelte, schrieb er seinen ersten Roman „Syn-Code-7“, der 1982 im Suhrkamp Verlag erschien. 1983 folgte „DigIt“, ebenfalls bei Suhrkamp und 1984 „Off-Shore“ bei Corian. Die Romane wurden begleitet von Erzählungen und Gedichten, die überwiegend in den Verlagen Suhrkamp und Heyne erschienen.

Es schien, als würde Michael Weisser im Schwerpunkt ein Literat für technisch geprägte Utopien werden.

Das in „Syn-Code-7“ beschriebene Kunstprojekt einer High-Tech-Kuppelprojektion erregte Aufsehen und Weisser erhielt von der Intendanz der ars electronica den Auftrag, dieses „Event“ erlebbar umzusetzen. Auf der ars electronica 1982 verwirklichte er seine Idee unter dem Titel „galaxie cygnus-a“. Die visuell-akustische Projektion wurde vom Österreichischen Fernsehen aufgezeichnet, am 26. September 1982 uraufgeführt und gesendet.

Im Almanach „Polaris“, das 1983 bei Suhrkamp erschien, setze Weisser das ungewöhnliche Event parallel literarisch um – „...im weissen Rauschen“ war seine erste Erzählung.

Der Elektronik-Musiker Peter Mergener nahm 1984 Kontakt zu Weisser auf. Fasziniert von den Möglichkeiten, Musik im Zusammenklang mit Bildern und Literatur zu schaffen und aufzuführen, kreierte Weisser das Konzept für die Musikformation Mergener und Weisser, die unter dem Namen „Software“ ab 1984 aktiv wurden und im Verlauf der kommenden 10 Jahre Musiktitel auf mehr als eine Million Tonträgern weltweit verkaufte. Zum 10-jährigen Jubiläum im Jahr 1994 erhielt die Formation Software
für ihre 22 Musik-Alben den „New Emotional Music Avard“ der Pallas-Group-Worldwide.

Die Werke der Formation erschienen auf dem Label „Innovative Communication“, für das Weisser bereits ab 1990 als Creative Director die Bereiche Produktentwicklung, ArtWork und strategische Allianzen leitete.

Im Jahr 1987 kam es zu einer ungewöhnlichen, musikalisch-literarischen Computer-Kooperation. Zusammen mit dem Wissenschaftler, Literaten und Computerkünstler Herbert W. Franke schrieb Weisser über einen anhaltenden Diskettenaustausch den Roman „Dea Alba“. Grundlage für die Story war eine Musik-Komposition von Software mit eingesprochener Poesie von Weisser. Das Werk kam im Folgejahr als erste Kombination von Buch und Musikkassette im Suhrkamp Verlag heraus.
Im gleichen Jahr folgten zahlreiche multimediale Auftritte der Musikformation „Software“, deren Höhepunkt das in der „Nachtmusik“ live gesendete Auftragwerk „Digital Dance“ für den WDR war.

Im Planetarium Bochum und im Planetarium Stuttgart wurden 1988 und 1989 erste Kuppelprojektionen zu elektronischer Musik von Software mit Sprechtexten der eigenwilligen High-Tech-Poesie von Weisser aufgeführt. Damit hatte der Künstler seine vier Jahre zurückliegende künstlerische Vision eines „Events“ tatsächlich
in die Realität umgesetzt.

Es schien, als würde Michael Weisser ein Produzent für elektronische Musik mit kreativen Klangfarben, neuen Bildwelten, poetischen Ambitionen und neuen Formen eines synergetischen Marketings werden.

Aber die Entwicklung ging weiter. Bereits 1984 ergab sich für Weisser im Verlauf seiner Musikproduktionen eine enge Zusammenarbeit mit frühen Computergrafikern. Die Chaosforscher an der Universität Bremen beauftragten ihn, eine künstlerische Umsetzung ihrer ersten grafischen Fraktale zu entwickeln. Weisser schlug mit diesem Projekt die Brücke zwischen Wissenschaft und Kunst und zeichnete verantwortlich für die Ausstellung des Goethe-Instituts, die unter dem Titel „Schönheit im Chaos“ das Thema Fraktale-Geometrie weltweit bekannt machte.

Von 1985 bis 1990 stellte Weisser im Auftrag des Computerherstellers „Digital Equipment“ in München eine erste Ausstellung über „Digitale Künste“ zusammen. Diese Präsentation vereinte Bilder, Klänge und Poesie und eröffnete als Wander-ausstellung in vielen Städten Deutschlands auf breiter Ebene die kontrovers geführte Diskussion über das Verhältnis von Kunst und Computer.

Im Auftrag von IBM-Deutschland verfasste Weisser ab 1985 Fachbeiträge über das Verhältnis von „Kunst und Technik“ und arbeitete 1986 bei Krupp-Atlas-Elektronik an einer künstlerischen Nutzung der Natur-Texturen für virtuelle Architekturen am Simulationssystem vom Kampfpanzer Leo-2.

Dieses Neuland für die Künste erschloss Weisser ab 1988 mit der ersten Gastprofessur für Computerkultur an der Hochschule für Künste in Bremen auch der neuen Generation von Studenten und erarbeite im Auftrag der Wirtschafts-Fördergesellschaft von Osnabrück das Konzept für „KlangArt“, das als Festival zur Elektronischen Musik diesem neuen Genre eine Plattform sein sollte.

Im Folgejahr 1989 organisierte er in eigener Regie die „Bremer Tage der Computerkultur“ und gab eine erste Übersicht über die neuen, digitalen Medien vom Desk-Top-Publishing über Computer-Musik bis zur Computer-Grafik. In der gleichnamigen Fach-Publikation fasste er als Herausgeber und Mit-Autor die aktuellen Positionen mit anschaulichem Bildmaterial zusammen.

Es schien, als würde Michael Weisser seinen Schwerpunkt auf die Erforschung, Publikation und Vermittlung von Fragen zur Computerkultur legen.

Der Auftrag der ars electronica, für die Vergabe der Nica-Auszeichnung im Jahr 1988 einen Katalog zu gestalten, brachte Michael Weisser zurück zu seiner Kunst und zur Ambition, das Rauschen zu erforschen. Bei der Digitalisierung eines Fotos von der Nica-Preis-Trophäe kam es zu einem Scan-Kollaps. Statt des Bildes war die Fläche von einer digitalen Rausch-Textur bedeckt. Dieses Pixel-Chaos der symbolträchtigen, griechischen Siegesgöttin wurde für Weisser Ausgangspunkt jahrelanger Forschung.
Er stauchte das Feld, komprimierte, verzerrte und entzerrte es. Er zoomte sich tief hinein, bis zum Grundbaustein digitaler Bilder, dem einzelnen Pixel, einem schwarzen Quadrat. Verklebt zu Clustern ergab der Pixel stets unterschiedliche Formationen, verschiedene Identitäten, vergleichbar mit der Einzigartigkeit von Gesichtern.

Weisser hielt seine Arbeit systematisch in Bildsequenzen fest und fasste diesen unerschöpflichen Formenreichtum in Buchform zusammen. Er stellte diese „Bild-Identitäten“ in eine Beziehung zum akustischen Meeresrauschen, gestaltete Sound-CDs, knäuelte die Laserdrucke der Rauschform und ordnete diese Papierbälle als neue Einheiten auf quadratmetergroßen Leinwänden zu einem optischen Rauschen. Serien von Assemblagen entstanden, wurden wieder gescannt und Grundlage von neuen Bildern, dann gedruckt oder projiziert, zu Bewegungsabläufen überblendet.
Schließlich wurde das digitale Rausch-Feld in kleine Quadrate gerissen und mit diesen wurden Alltags-Gegenstände überklebt: Tische, Stühle, Ferngläser, Fernseher... es entwickelte sich ein schwarz/weisses Forschungsfeld des Unbestimmten, dann der Chiffren, der Zeichen, der Signale, der Sequenzen, die sich in Feldern und Räumen ausbreiteten. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Ausstellungen schienen den Künstler in der Zeit von 1988 bis zum Jahr 2000 nicht zu interessieren. Er arbeite für sich und seine Werkserien gestalteten unter Ausschluss der Öffentlichkeit lediglich seinen Arbeits- und Lebensraum.

Für seine dokumentarische Sammlung „Computerkultur“ allerdings suchte Weisser einen passenden öffentlichen Ort. Im Jahr 2000 stiftete er den umfangreichen Pool aus Bildern, Literatur, Videos und Tonträgern dem Kunstverein Bremen und ermöglichte damit die Fortschreibung des bekannten Bremer Kupferstich-Kabinetts in das digitale 21. Jahrhundert.

Erst im Jahr 2000 (vielleicht wegen des symbolischen Schritts in das neue Jahrtausend) entschied sich Michael Weisser, zu den Wurzeln seines Studiums und seines Interesses zurückzukommen. Er verkaufte seine Anteile am Musiklabel IC/DigItMusic und nutzte den Ertrag, um in den folgenden Jahren kompromisslos an seiner Auffassung von Kunst arbeiten zu können.

Nach eigener Aussage war für diese Entscheidung seine Berufung zum Schöffen an die Erste Strafkammer des Schwurgerichts in Bremen ausschlaggebend. Weisser: „Über Schuld und Strafmaß von Menschen zu entscheiden und dabei die Entwicklung und Veränderung des eigenen Urteils zu erleben, wenn Zeugen zu ein und derselben Situation völlig unterschiedliche Ansichten liefern, hat mich existenziell betroffen. Dieses Gefühl hat mich fragen lassen, was für mich und mein endliches Leben wirklich wichtig ist. Meine Antwort: Es ist die Kunst, die Welt und darin mich zu entdecken.“

Weisser legte den Schwerpunkt seiner Arbeit auf digitale Medien, konzentrierte sich auf digitale Fotografie und Bildbearbeitung. Im Jahr 2000 beschloss er, mit dem Langzeitprojekt „bremenANsichten“ die Hansestadt, ihre Atmosphären, Orte, Objekte und Architekturen im Verlauf von 10 Jahren zu portraitieren. Ihm ging es dabei um die doppelte Bedeutung des Begriffes An-Sichten, einmal die Ansicht als Bild von etwas und zugleich die Ansicht, als Meinung über etwas.

Passend zu dieser Programmatik widmete er 2002 dem Gerichtshaus in Bremen eine multimediale Einzel-Ausstellung in den weitläufigen Räumen der Städtischen Galerie.
Doch auch andere Orte erschloss er mit seiner Methode der ästhetischen Feldforschung. Gefördert von der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis reiste er 2003 für eine Woche nach Regensburg und fotografierte das Schloss St. Emmeram, das darin integrierte ehemalige Kloster, die Privat-Bibliothek der Fürstenfamilie und die ersten T&T-Briefmarken des deutschen Postwesens.

Fasziniert von dieser Annäherung an die Historie und von der Ornamentik der Weserrenaissance fotografierte er im Folgejahr im Auftrag von Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe ausgesuchte Architektur-Details im Schloss zu Bückeburg und arrangierte seine Bildfelder als Publikumsmagnet der 700-Jahresfeider des Schlosses im August 2004 unter der Goldmosaikkuppel im Mausoleum der Fürsten-Familie.

Im gleichen Jahr inszenierte Weisser nach mehrjähriger Forschung auf 1.400 Qm in der Elektrozentrale des Maximilianparks in Hamm eine Installation zur Hollywood-Ikone Marilyn Monroe; ein Projekt, das 2005 durch eine Ausstellung von typografischen Arbeiten zu FBI-Dokumenten über die Beziehung von Marilyn zu den beiden Kennedy-Brüdern im Kunstverein Hamm ergänzt wurde.

Im Jahr 2005 wurde Michael Weisser eingeladen, zum 100-Jährigen Jubiläum des Hermann-Böse-Gymnasiums in Bremen eine künstlerische Idee zu entwickeln. Er nutzte diese Chance, um nicht nur eine Erforschung dessen vorzunehmen, was Schule, Lernen und Leben verbindet, sondern er sicherte sich die Zusage, auch konkret verändernd in Räume und Abläufe eingreifen zu können.

Neun Monate lang inszenierte Weisser eine „Kreative Offensive“, bei der Lehrer und Schüler in einen nachhaltigen Reflexions-Prozess einbezogen wurden. Am Ende des Prozesses gab es nicht nur eine Ausstellung von digitalen Pigmentprints im Wall-Saal der Bremer Zentralbibliothek und eine bleibende Installation im Treppenhaus des HBG, sondern auch viele konkrete Veränderungen der Schule: Ihr Name wurde geändert, der Namensgeber ist im Foyer vorgestellt, Kommunikationssysteme wurden neu organisiert und der komplette Schulbau wurde renoviert.
Kunst hat in diesem Fall die hohe Schwelle von der ästhetischen Kontemplation und Reflexion zur positiven Veränderung einer Lebenssituation erfolgreich überschritten.

Von den folgenden Forschungs- und Ausstellungsprojekten des Künstlers Michael Weisser sind besonders hervorzuheben die von Barbara Nierhoff (Kuratorin der Kunsthalle Bremen) eröffnete Ausstellung „Im Blattrausch“, die 2006 im Medienhaus einen ersten Einblick in sein Werk über analoges und digitales Rauschen bot.
Ebenfalls 2006 suchte er sich für seine Hommage an den Weser-Strom das Weserwehr als ungewöhnlichen Ausstellungsort. Die Werkserie „Der Strom im Fluss“ zeigte in den Wehrfeldern unter der Wasseroberfläche ein faszinierendes Bild von der Weser, ihren Strukturen und ihren Bewohnern.

Das Bremen-Projekt wurde 2006 um das Thema „Menschen“ ergänzt. Ab dem Frühjahr 2006 beschäftigte sich Weisser neun Monate lang mit Portraitfotografie von Jugendlichen im Stadtteil Bremen-Huchting. „CASTING – Dein Film ist Dein Leben“ war der Arbeitstitel, für den Weisser den Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft Christian Weber als Schirmherrn gewinnen konnte.
Bei diesem soziokulturellen Projekt ging es um die Inszenierung der Person und um die zentrale Frage nach der Gestaltung des eigenen Lebens. Im Dezember 2006 wurden die entstandenen Portraits mit Zitaten der Beteiligten zu ihrem Leben im Festsaal der Bürgerschaft der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die öffentliche Resonanz auf diese Auffassung von Kunst war so hoch, dass der Künstler angeregt wurde, das Projekt fortzusetzen. Im Jahr 2007 lud er die Menschen in Bremen ein, sich an verschiedenen Standorten von ihm fotografieren zu lassen.

Unter dem Titel „Galerie – Gesichter der Stadt“ entstand ein Archiv, das auf mehr als 10.000 gespeicherten Bildern rund 1.000 verschiedene, bekannte und unbekannte Menschen aus dem Alltag, aus der Politik, der Wirtschaft und der Kultur in Bremen zeigt. In einer gezielten Vermischung der sozialen Szenen, der kulturellen Hintergründe und der religiösen Bekenntnisse arrangierte Weisser in der Zentralbibliothek am Wall ein 40 Quadratmeter großes, multikulturelles Bildfeld von suggestiver Wirkung.

Aktuell im Mai 2008:
Eine Auswahl dieser Gesichter wurde digital abstrahiert und bildet als durchlaufende Sequenz den „roten Faden“ in der aktuellen Ausstellung „Marilyn in Dir!“, die im Mai 2008 in der Galerie Lonnes im Speicher 1 eröffnet wird.
Hier sind die Sehnsüchte der Hollywood-Ikone in ein direktes Verhältnis zu Menschen in Bremen gesetzt.

Es scheint, als würde Michael Weisser seinen aktuellen Schwerpunkt in einer Auffassung von Kunst leben, die Welt ästhetisch zu erforschen, die Erkenntnisse zu vermitteln, dabei mit Menschen ins Gespräch zu kommen und damit den Künstler als Macher, sich selbst näher zu bringen.

Hannelore Lonnes / Galerie Lonnes / Bremen, den 4. März 2008

Die Galerie Lonnes präsentiert die Installation „Marilyn in Dir!“
von Michael Weisser in der Zeit vom 25. Mai bis zum 29. Juni 2008.
Eröffnung am Sonntag, den 25. Mai um 17 Uhr.
Öffnungszeiten: Di-Sa von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung.

Galerie Lonnes - Speicher I / Überseehafen
Konsul-Smidt-Straße 8b, D-28217 Bremen
Tel: 0421-578 55 54, Fax: 0421-578 55 52


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